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Zweites Netzwerktreffen der Young Science- und Citizen Science-Kontaktpersonen

Am 25. Februar 2019 trafen sich die Young Science- und Citizen Science-Kontaktpersonen von Universitäten, PHs, FHs und außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf Einladung des Zentrums für Citizen Science zum zweiten gemeinsamen Netzwerktreffen. Im Fokus des Treffens standen die Begriffsklärung rund um die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Schule und Gesellschaft sowie die Umsetzung von Citizen und Young Science in die Praxis.

Im ersten Teil beleuchteten die beiden Wissenschaftler Daniel Dörler und Florian Heigl vom Citizen Science Network Austria (CSNA) in ihrer Keynote "Wie wird Citizen Science in Österreich verstanden" die internationale Verbreitung des Begriffes „Citizen Science“ (CS) und zeigten auf, wie sich die Terminologie weltweit unterscheidet und welche teils ähnlichen Konzepte daneben existieren. So wird „Citizen Science“ zwar in den USA und Großbritannien verwendet, doch in Brasilien spricht man von „Ciência cidadã“ und in Belgien von „Burgerwetenschap“. Des Weiteren trifft man auf wissenschaftliche Ansätze wie Volunteer Monitoring, Community Science oder Participatory Action Research, die zum Teil eine Reihe von Überschneidungen mit CS aufweisen. Taucht man in das CS-Konzept weiter ein, trifft man auf Open Science, Wissenschaftskommunikation und Public Engagement, die Teilaspekte von CS darstellen, jedoch für sich stehend nicht mit CS gleichzusetzen sind. Derzeit besteht die Schwierigkeit, aber auch die Chance darin, dass es noch keine einheitliche CS-Definition gibt und sich das Konzept ständig weiterentwickelt. Um dennoch einen CS-Rahmen für die Projekte auf ihrer Plattform zu schaffen, präsentierten die beiden Forscher CS-Qualitätskriterien, die im Rahmen einer CSNA-Arbeitsgruppe erarbeitet wurden. Anzumerken ist, dass dies die ersten Kriterien dieser Art sind und dennoch bereits internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben.

Im zweiten Teil der Veranstaltung erzählten vier Young Science- und Citizen Science-Kontaktpersonen, wie die Themen „Young Science“ und „Citizen Science“ in die tägliche Arbeit an ihren Institutionen einfließen. Diese Kurzinputs dienten als Inspiration für die darauffolgenden Arbeitsgruppen, die sich zu diversen Fragen austauschten, u.a. Wie werden Young Science & Citizen Science an den Institutionen gelebt? Was funktioniert (weniger)? Was motiviert bzw. hemmt bereits Aktive?

Die Organisatorinnen blicken auf ein produktives Netzwerktreffen zurück, der Dank gilt an dieser Stelle besonders auch der Universität Salzburg für ihre Gastfreundschaft, und freuen sich, zusammen mit den Young Science- und Citizen Science-Kontaktpersonen die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Schule und Gesellschaft auch in Zukunft weiter voranzutreiben. Eine Fortsetzung folgt auf der 5. Österreichischen Citizen Science Konferenz, wo beim 3. Netzwerktreffen das Thema der Motivation von Forschenden und Citizen Scientists unter die Lupe genommen wird.

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