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Positive Effekte rund um die Teilnahme des Projekts „Such‘ die Kerbameise!“ beim Citizen Science Award 2016

 

Der Naturpark Ötztal nahm im Jahr 2016 mit seinem Projekt „Such‘ die Kerbameise!“ am Citizen Science Award teil. Ziel war es, mehr über die Verbreitung der seltenen Schwedischen Kerbameise (Formica suecica), die nur in Skandinavien, im westlichen Sibirien und im Tiroler Ötztal vorkommt, zu erfahren. Durch den Award wurden etwa 90 Beteiligte - Jugendliche sowie Erwachsene – als Citizen Scientists gewonnen, die während der fünf organisierten Suchaktionen vom Team des Naturparks Ötztal eingeschult und betreut wurden. Damit konnten im Jahr 2016 deutlich über 200 Ameisennester aufgenommen, vermessen und beprobt werden, wobei in knapp mehr als 50 % der Fälle die Schwedische Kerbameise gefunden werden konnte.

Für alle ein Gewinn

Im Zuge des Awards und der Projektpräsentation auf der Webseite des Zentrums für Citizen Science wurde das Ameisenprojekt einem größeren Kreis von Interessentinnen und Interessenten bekannt gemacht. Angesprochen wurden dabei sowohl Schulklassen, als auch Gruppen und Einzelpersonen. Für jede Kategorie waren Preise vorgesehen. So konnte die Schulklasse durch den Gewinn des Citizen Science Awards 2016 wesentlich bei der Einrichtung einer „Naturpark-Ecke“ unterstützt werden. Die Sieger in den beiden weiteren Kategorien erhielten Buch- und Sachpreise des Naturparks. Ihre Preisgelder stifteten sie dem Naturpark Ötztal zur Weiterentwicklung des Projektes. Sie wurden überwiegend für die Anschaffung von Geräten verwendet und kommen bei der Suchaktion 2017 zum Einsatz.

Darüber hinaus hat die Teilnahme am Citizen Science Award 2016 wesentlich dazu beigetragen, dass das Forschungsprojekt, das anfangs nur für die Jahre 2015 und 2016 bewilligt worden war, von der Abteilung Umweltschutz des Amtes der Tiroler Landesregierung um ein weiteres Jahr verlängert wurde. Für den Naturpark Ötztal war die Teilnahme am Citizen Science Award aber auch deshalb von großer Bedeutung, weil in Zukunft weitere Projekte geplant sind, bei denen Citizen Scientists mitarbeiten sollen und neue Kooperationspartner leichter gefunden werden können. Vorgesehen ist, dass für zukünftige Projekte Smartphone-Apps eingesetzt werden. Hierzu konnten bereits im Rahmen von drei begleitenden Workshops beim Zentrum für Citizen Science wichtige Anregungen gewonnen werden.

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