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4. Österreichische Citizen Science Konferenz zum Thema „Generation Citizen Science”

An drei Tagen, von 1. bis 3. Februar 2018, trafen sich Forschende und Bürgerinnen und Bürger in Salzburg, um unterschiedliche Aspekte von Citizen Science zu diskutieren.

Mit Humor starteten rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den ersten Konferenztag. Helmut Jungwirth (Karl-Franzens-Universität Graz) ging in seiner Keynote der Frage „Über Wissenschaft darf nicht gelacht werden, oder doch?“ auf den Grund und tauchte dabei in die Tiefen der Wissenschaftskommunikation ein. Der Rest des Tages bot eine reiche Bandbreite an Themen: von „Lernen in Citizen Science“ über „Citizen Science im Kontext von kritischer Kunst- und Kulturvermittlung mit Jugendlichen“ bis hin zu „Evaluierung von Citizen Science Projekten in der Praxis“.

Am zweiten Tag wurde das Motto der Konferenz „Generation Citizen Science“ insbesondere mit Blick auf die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Schule beleuchtet. Das Zentrum für Citizen Science organisierte hierzu einen Workshop zum Thema „Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Schule: Highlights und Herausforderungen – 1 Thema – 2 Perspektiven“, in dem jeweils Lehrpersonen und Forschende in getrennten Gruppen über die Faktoren einer erfolgreichen Kooperation diskutierten. Nach Kurzinputs von beiden Seiten stießen die Teilnehmenden auf vielfältige Aspekte, die im Laufe eines Projektes von der Einreichung bis zum Abschluss beachtet werden sollten. In einer zweiten Session wurden die Ergebnisse im Rahmen eines Round Tables mit zwei Forschenden und zwei Lehrpersonen zusammengeführt.

Am Samstag, dem letzten Tag der Konferenz, ging es hinaus in die Stadt. Forschende mischten sich am Aktionstag unter die Einwohnerinnen und Einwohner von Salzburg und luden diese an unterschiedlichen Standorten zum Mitforschen ein. Im Unipark gewährten wissenschaftliche Projekte einen Einblick in die Forschungsarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern. In der Miele-Küche erfuhren Besucherinnen und Besucher bei kleinen Kochexperimenten etwas über die Chemie sowie Physik des Kochens. Ein Stück weiter stiegen Fahrgäste in den O-Bus und nahmen ihre Alltagsgegenstände unter einem bis zu 200-fach vergrößernden Mikroskop unter die Lupe. Auch das stadtbekannte Café Tomaselli war am Aktionstag Teil des Geschehens und lud zum akademischen Wirtshaus, in dem sich Kaffeehausgäste in angenehmer Atmosphäre mit Expertinnen und Experten u. a. zu Allergien, Sprachforschung und Ernährung unterhielten.

Ein interessantes Detail am Rande: Die Konferenz wurde zum ersten Mal gemeinsam von Citizen Science-Plattformen aus dem deutschsprachigen Raum organisiert – Österreich forscht, Schweiz forscht, Bürger schaffen Wissen in Deutschland und das Zentrum für Citizen Science fungierten neben dem Wissenschaftsfonds FWF und der Stadt Salzburg als Mitveranstalter. Hauptorganisator war die Universität Salzburg.

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