Young Crowd

Jugendliche erforschen ihre Umwelt zu den Themen Sicherheit und Katastrophenvorsorge mithilfe einer App.

Pilotprojekt im Rahmen der Initiative Responsible Science

Jugend, Sicherheit, Katastrophen

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Sozialwissenschaften
Ort: nicht ortsgebunden
Arbeitsweise: mit PC/Handy
Ausstattung für Citizen Scientists: Smartphone oder Computer mit Internetzugang
Tätigkeiten der Citizen Scientists: Idee einbringen, beobachten, messen, fotografieren, kartieren, analysieren
Zielgruppe: Jugendliche
Projektlaufzeit: 01.12.2016 - 30.11.2017
Zeitraum zum Mitforschen: 19.04.2017 - 30.09.2017
Zeitaufwand zum Mitforschen: Anmeldung Onlineportal: ca. 15 Min.; Tasks ausführen: 15 Min. bis 1 Stunde pro Task, abhängig von der Aufgabenstellung, Tasks können in Alltag eingebaut werden (zum Beispiel am Schulweg); Fragebogen ausfüllen: ca. 15 Min.

Projektziel

Im Krisen- und Katastrophenfall ist eine gute Kommunikation mit der Bevölkerung wichtig. Apps bieten hier neue Möglichkeiten, wenn es darum geht, im Ernstfall Freiwillige anzuwerben bzw. zu aktivieren oder Informationen weiterzugeben.

Ziel des Projektes „Young Crowd“ ist es, eine solche App bezüglich ihrer Einsatzfähigkeit zu testen. Ausgehend von kleinen Tasks erforschen Citizen Scientists mithilfe dieser App ihre Umwelt zu relevanten Themen von Sicherheit und Katastrophenvorsorge. Sie erweitern ihr Wissen und entdecken die vorhandenen Ressourcen der Katastrophenvorsorge in der eigenen Umwelt. Das von ihnen erhobene Datenmaterial dient einerseits der Planung weiterer Experimente und andererseits der allgemeinen Forschung in der Krisenvorsorge. Citizen Scientists sammeln zusätzlich Daten über die Funktionsweise und evt. auftretende Fehler der App und unterstützen so dessen letzte Entwicklungsschritte.

Umsetzung der Responsible Science-Kriterien


Inklusivität des Forschungsansatzes

Die Umsetzung des Projekts ist eng an die Zusammenarbeit mit Citizen Scientists geknüpft. Diese leisten durch ihre Datenerhebung einen Beitrag zur allgemeinen Forschung in der Krisenvorsorge und entwickeln dabei ein neues Bewusstsein für Themen der Sicherheit und Katastrophenvorsorge. Weiters verwenden Citizen Scientists die entwickelte Handy-App und melden ihre Erfahrungen mit dieser zurück. So wird ihre Forschungstätigkeit zum Mittelpunkt des Projekts.

Offenheit des Forschungsprozesses
Das Projekt wird mit einem Blog auf der Projekthomepage begleitet. Auf diesem können sich Citizen Scientists über den Fortschritt des Projekts informieren. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts und die Beiträge der Citizen Scientists werden hier veröffentlicht. Teilnehmende sind durch die Datenerhebung direkt in den Forschungsprozess involviert. Die erhobenen Daten stehen dabei im Sinne von Open Data nicht nur dem Roten Kreuz zur Verfügung, sondern auch den Mitwirkenden, die mit ihren Lehrer/innen teilnehmen.

Adaptivität der Projektsteuerung
Citizen Scientists werden im Projekt bei ihren Datenerhebungen von einem Expert/innen-Team aus den Bereich Krisen- und Katastrophenmanagement sowie umsetzenden Techniker/innen und evaluierenden Wissenschaftler/innen begleitet. So werden Kooperationserfahrungen ermöglicht und Rückmeldungen im Sinne einer offenen Wissenschaft laufend in die weitere Arbeitsplanung einbezogen.

Antizipation von Anforderungen und Wirkungen
Unter Jugendlichen wird das Bewusstsein für Krisen- und Katastrophenvorsorge geschaffen sowie eine Handy-App auf ihre Einsetzbarkeit im Katastrophenfall getestet. Citizen Scientists leisten einen Beitrag zum Aufbau eines österreichweiten Crowd-Tasking-Systems, welches in Krisenfällen Freiwillige mittels App zur Hilfeleistung aufruft. Das Projekt leistet mithilfe der Citizen Scientists einen Beitrag zur Erreichung des Sustainable Development Goals 3d. Bei diesen geht es darum, die österreichweite Vorsorge in den Bereichen Frühwarnung, Risikominderung und Management nationaler und globaler Gesundheitsrisiken zu stärken.

Wie kann man mitforschen?

Das Projekt richtet sich zum einen an Lehrpersonen und ihre Schulklassen und zum anderen an interessierte Jugendliche (14+). Citizen Scientists bekommen von ihren Lehrerinnen und Lehrern oder vom Roten Kreuz Tasks zu den Themen Sicherheit und Katastrophenvorsorge auf ihre Handys geschickt. Je nach Fragestellung werden in der Handy-App Fragen beantwortet, Fotos gemacht oder Orte auf Karten eingetragen. Die erhobenen Daten werden dann von Citizen Scientists ausgewertet. Basierend auf den Ergebnissen können weiterführende Fragestellungen erarbeitet und neue Tasks erstellt werden.

Was passiert mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Die erhobenen Daten werden von Expert/innen ausgewertet und liefern so einen österreichweiten Überblick über Maßnahmen zur Sicherheitsvorsorge in den verschiedenen Bundesländern aus der Perspektive der Citizen Scientists. Besonders im Fokus stehen dabei Schulen und die nähere Umgebung der Teilnehmenden. Weiters dienen die Daten der Untersuchung der Stabilität und Benutzerfreundlichkeit der App. Citizen Scientists leisten so einen Beitrag zum Aufbau eines österreichweiten Crowd-Tasking Systems, welches Freiwillige in Krisenfällen mittels App zur Hilfeleistung aufruft.

Beteiligte und unterstützende Einrichtungen

Kontakt

Juliane Spreitzer BSc
contact@youngcrowd.at

Projektwebseite: https://www.youngcrowd.at

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