Stadt – Land – Bild. Eine soziale Bildanalyse zeitgenössischer Sehnsuchtserscheinungen

Eine Ausstellung im Volkskundemuseum Wien hinterfragt die neue Sehnsucht nach dem Land und analysiert mit Interessierten entsprechende Bildpolitiken.

Social Tagging, Nostalgie, Visual Culture

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Sozialwissenschaften
Ort: Wien
Arbeitsweise: ohne PC/Handy, mit PC/Handy
Ausstattung für Citizen Scientists: in der Ausstellung: keine, sonst: Computer/Tablet mit Internetzugang
Tätigkeiten der Citizen Scientists: Idee einbringen, beobachten, sammeln, messen, analysieren, spielen
Zielgruppe: Jugendliche und Erwachsene
Projektlaufzeit: 01.11.2018 - 31.10.2019
Zeitraum zum Mitforschen: 01.04.2019 - 31.05.2019
Zeitaufwand zum Mitforschen: Workshops und intergenerative Bildgespräche: 90 min; offene Forschungs-Sitzungen: max. 60 min)

Projektziel

Ausgehend von der historischen Fotosammlung des Volkskundemuseum Wien widmet sich das Forschungsprojekt Stadt-Land-Bild dem Phänomen einer neuen Nostalgie für das Leben auf dem Land. Zentral ist die Etablierung des Ausstellungsraums als Forschungslandschaft für Citizen Science. Im sozialen Setting der Ausstellung werden Sehnsuchtsbilder vom Land im Dialog verhandelt. Hier kommen Citizen Scientists mit unterschiedlichen Wahrnehmungen, Meinungen und Erfahrungen zusammen, um sentimentale und ideologisch aufgeladene Sehnsuchtserscheinungen zwischen Stadt und Land zu reflektieren und einen gemeinsamen Beitrag zu einem offenen Heimatbegriff zu leisten.

Wie kann man mitforschen?

Über eine raumgreifende multimediale Installation aus weitläufigen Touch-Screen-Wänden können die Fotografien des Stadt-Land-Bild-Projekts erfahren und erforscht werden. Das Programm beinhaltet die Durchführung von intergenerativen Bildgesprächen und Workshops sowie offene Forschungssitzungen zu Kernzeiten des Museums. Geforscht wird mit dem Social Image Tagging-Spiel ARTigo und mit den vom ARTigo Analytics Center angebotenen Tools zur sozialen Bildanalyse. Dabei können die Citizen Scientists sowohl Bilder beschreiben als auch die von ihnen selbst und anderen gemachten Beschreibungen statistisch analysieren. Die Teilhabe erfordert keine Vorkenntnisse. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann beim Besuch der Ausstellung mitmachen.

Was passiert mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Die Beiträge der Teilnehmenden gehen zum einen sofort in den Ausstellungskontext über und sind so anderen Besucherinnen und Besuchern direkt als Ergebnis der Forschung zugänglich. Zum anderen bilden die Auswertungen der teilnehmenden Citizen Scientists die Grundlage für weitere Analysen der Forschenden. In der Betrachtung und Bestimmung der Sehnsuchtsbilder vom Land gilt es gemeinsame Perspektiven sowie Differenzen auszumachen.

Beteiligte und unterstützende Einrichtungen

Kontakt

Dr. Martina Fineder
m.fineder@akbild.ac.at
+43 1 58816-1150

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