Unsere vertriebenen Nachbarn

Wie veränderte sich das Leben der jüdischen Bevölkerung Niederösterreichs vor, während und nach der NS-Zeit? Wie gestaltete sich das christlich-jüdische Zusammenleben?

Nachbarn, Vertreibung, Judentum

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Geisteswissenschaften
Ort: Zentralraum Niederösterreich
Arbeitsweise: ohne PC/Handy
Ausstattung für Citizen Scientists: Nichts
Tätigkeiten der Citizen Scientists: Idee einbringen, sammeln, analysieren
Zielgruppe: Erwachsene
Projektlaufzeit: 01.01.2017 - 31.12.2017
Zeitraum zum Mitforschen: 01.04.2017 - 30.06.2017

Projektziel

Ziel des Forschungsprojekts ist die Erschließung von Quellen und Informationen, an die Historiker/innen nur schwer oder gar nicht herankommen: autobiographische Quellen von einstigen nichtjüdischen Nachbar/innen und Bekannten, private Geschäftspapiere, Vereinsunterlagen und vor allem Informationen aus der innerfamiliären Kommunikation. Dadurch möchte das Forschungsteam Einblicke in die vielfältigen Aspekte des christlich-jüdischen Zusammenlebens vor dem Krieg – Nachbarschaft, Freundschaft, Schule, Vereine, Berufs- und Alltagsleben –, die Gewalt im Nationalsozialismus und etwaige Fortsetzungen der Beziehungen nach 1945 erhalten.

Wie konnte man mitforschen?

Citizen Scientists suchten in ihren Familien- und Vereinsarchiven nach Objekten, Fotos, Dokumenten, Briefen, Erinnerungen und tradierten Aussagen und interpretierten und kontextualisierten sie mit Historikerinnen und Historikern. Sie können ihre Materialien zu den monatlichen Workshops bringen und gemeinsam mit den Forschenden auswerten. Im Internet konnten Teilnehmende unter Angabe ihrer Identität auf einem moderierten Blog ihre Beiträge posten und diskutieren. Eine allgemeine Einführung zur jüdischen Geschichte Niederösterreichs, zur Methode der Oral History und zur Problematik von Erinnerung und Gedächtnis gibt den Beiträgen der Citizen Scientists eine historische und methodische Grundlage.

Was passierte mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Die Beiträge und Forschungsergebnisse werden bei der Schlussveranstaltung am 9. November 2017 im Bildungshaus St. Hippolyt präsentiert und – bei Einverständnis der Überbringer/innen und unter Wahrung des Datenschutzes – auf www.juden-in-st-poelten.at online zur Verfügung gestellt.

Wie wurden die Gewinnerinnen und Gewinner ermittelt?

Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden nach ihrem qualitativen Beitrag für die Forschung ausgewählt. Das Institut für jüdische Geschichte Österreichs zeichnete im Rahmen der Festveranstaltung am 21. November 2017 die Gewinnerinnen mit Preisen (u. a. Reise zur Österreichischen Citizen Science Konferenz 2018 nach Salzburg) aus.

Preisträgerinnen

  • Martina Fink
  • Tina Frischmann
  • Emina Pjanic

Beteiligte und unterstützende Einrichtungen

Kontakt

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