Medikamente in aller Munde

Bürger/innen bringen ihre Erfahrungen im Alltag bei der Einnahme von ärztlich verordneten Medikamenten ein.

Pilotprojekt im Rahmen der Initiative Responsible Science

Medikamente, Einnahme, Management

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Medizin und Gesundheit
Ort: nicht ortsgebunden
Arbeitsweise: mit PC/Handy
Ausstattung für Citizen Scientists: Tablet oder Computer mit Internetzugang oder Smartphone
Tätigkeiten der Citizen Scientists: Idee einbringen, sonstiges
Zielgruppe: Erwachsene
Projektlaufzeit: 01.01.2017 - 28.02.2018
Zeitraum zum Mitforschen: 15.04.2017 - 30.06.2017
Zeitaufwand zum Mitforschen: Ausfüllen der Online-Umfrage ca. 10 Min.

Projektziel

Die Verordnung von Medikamenten stellt eine der häufigsten therapeutischen Maßnahmen dar. Für die richtige Einnahme von Medikamenten sind verschiedene Kompetenzen und Wissen notwendig, die unter dem Begriff Health Literacy (Gesundheitskompetenz) subsummiert werden können. Die Kompetenz des Medikamentenselbstmanagements umfasst die Schritte des Besorgens der Medikamente, das Verstehen des Einnahmemodus, das Integrieren der Medikamenteneinnahme in den Alltag, das Beobachten der Wirkung bzw. Nebenwirkung und das Aufrechterhalten der korrekten Medikamenteneinnahme entsprechend dem vorgegebenen Zeitraum.

Ziel des Projekts ist, Beratungsinhalte und Materialien zu entwickeln, um die Einnahme von Medikamenten im Alltag bestmöglich zu bewältigen. Dazu werden Erfahrungen und das Wissen bei der Einnahme von Medikamenten im Alltag herangezogen.

Umsetzung der Responsible Science-Kriterien


Inklusivität des Forschungsansatzes
Durch die Möglichkeit für Bürger/innen online ihr Wissen und ihre Erfahrungen mitzuteilen, können sich Menschen aller Altersgruppen in diesem Projekt einbringen. Durch das Einbeziehen einer möglichst großen Diversität an Gender sowie der Art und dem Ausmaß der Betroffenheit (einfaches oder komplexes Medikamentenregime) fließt eine Vielfalt wichtiger Aspekte in das Projekt ein.

Offenheit des Forschungsprozesses
Über die Webseiten des Instituts für Pflegewissenschaft und der Privatklinik Rudolfinerhaus GmbH erfolgt die Präsentation des laufenden Projektes sowie der Zugang zu den Projektergebnissen.

Adaptivität der Projektsteuerung
Durch den laufenden Einbezug Betroffener wird Wissen in abwechselnden Prozessen zwischen Aktion und Reflexion entwickelt. Wissenschaftler/innen und Betroffene lernen und profitieren somit laufend voneinander. Diesem zirkulären Verlauf entsprechend, werden auch die einzelnen Projektschritte immer wieder überprüft und angepasst.

Antizipation von Anforderungen und Wirkungen
Durch die Teilnahme an diesem Projekt setzen sich Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen kritisch mit ihren Gewohnheiten im Umgang mit Medikamenten auseinander und reflektieren Möglichkeiten der Verbesserung ihres Medikamentenselbstmanagements. Im Fokus stehen dabei die unterschiedlichen Herausforderungen vom Besorgen der Medikamente, über die korrekte Einnahme bis hin zur Integration in den Alltag. Die Förderung von Selbstmanagement ist ein wichtiger Aspekt von Gesundheitskompetenz. Die Steigerung der Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung wurde 2012 als eines der 10 Rahmengesundheitsziele für Österreich festgelegt. Zudem wird mit dem Projekt für das Sustainable Development Goal 3 der UNO sensibilisiert, bei dem ein gesundes Leben und Wohlbefinden im Fokus stehen.

Wie kann man mitforschen?

Das Projekt richtet sich an alle Menschen, die Erfahrungen mit der regelmäßigen Einnahme von ärztlich verordneten Medikamenten haben. Regelmäßig bedeutet dabei, dass das Medikament dabei mindestens über einen Zeitraum von 2 Wochen eingenommen wird. Interessierte Personen können im Rahmen einer Online-Umfrage mitforschen.

Was passiert mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Expert/innen aus der Pflegepraxis und Wissenschaft werten die erhobenen Daten aus. Aus den Ergebnissen werden unterschiedliche Beratungsmaterialien rund um das Thema Medikamenteneinnahme in Alltag entwickelt, die betroffenen Personen zur Verfügung gestellt werden. Außerdem werden weiterführende Fragestellungen anhand der Ergebnisse erarbeitet.

Beteiligte und unterstützende Einrichtungen

Kontakt

Teile diese Seite

Newsletter