Mauersegler in Wien

Wo und wie viele Mauersegler nisten in Wien? Brüten sie in Kolonien oder gibt es viele einzelne Brutpaare? Citizen Scientists unterstützten Forschende bei der Erhebung von Brutplätzen.

Mauersegler, beobachten, kartieren

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Naturwissenschaften
Ort: Wien, Österreich
Arbeitsweise: ohne PC/Handy, mit PC/Handy
Ausstattung für Citizen Scientists: Meldebogen und Stift, Smartphone/Kamera
Tätigkeiten der Citizen Scientists: beobachten, fotografieren, kartieren
Zielgruppe: Jugendliche
Projektlaufzeit: 01.05.2018 - 15.07.2018
Zeitraum zum Mitforschen: 15.05.2018 - 30.06.2018
Zeitaufwand zum Mitforschen: Suche nach Brutplätzen (individuell, ~ 30 min.), kartieren der Brutplätze (> 30 min.), Meldebogen ausfüllen (5 min.)

Projektziel

Der Mauersegler ist eine streng geschützte Vogelart, die äußerst versteckt an Gebäuden nistet. Die Zugvögel verbringen nur die dreimonatige Brutzeit in Mitteleuropa, deswegen gilt der Vogel als Frühlingsbote und Inbegriff der Natur in der Stadt. Den Rest des Jahres sind die Vögel über Afrika, ihr Leben spielt sich dann fast ausschließlich in der Luft ab – auch bei der Fortpflanzung und beim Schlafen. Für den Schutz der Vögel hat der Erhalt der Nistplätze eine bedeutende Rolle, da Mauersegler diese jedes Jahr erneut aufsuchen. Da die Brutplätze von außen schwer erkennbar und über das ganze Stadtgebiet verteilt sind, ist deren Erhebung sehr aufwendig. Zudem sind viele Details zur Wiener Mauersegler-Population weitgehend unbekannt: Wie groß sind Mauersegler-Kolonien in Wien bzw. brüten sie in Kolonien oder gibt es doch viele einzelne Brutpaare? Wo und wie viele Vögel nisten in der Stadt?

Wie konnte man mitforschen?

Mitmachen konnten alle Schulklassen ab der 8. Schulstufe. Gebäude, an denen die Vögel brüten, konnten anhand eines typischen abendlichen Verhaltens der Vögel grob identifiziert werden. Anschließend wurden die potentiellen Brutplätze beobachtet und einfliegende Vögel gezählt. Die Einfluglöcher wurden in einem standardisierten Meldebogen erfasst und fotografiert. Dieser konnte per E-Mail oder per Post an die Wiener Umweltschutzabteilung übermittelt werden.

Was passierte mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Die Beitrage der Citizen Scientists wurden in einer digitalen Karte verortet, wissenschaftlich ausgewertet und für den Erhalt der Brutplätze verwendet. Neben den wissenschaftlichen Fragestellungen ist vor allem der Schutz der Vogelart ein vordergründiges Ziel des Projektes.

Preise und wie wurden die Gewinnerinnen und Gewinner ermittelt?

Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden anhand der abgegebenen Meldebögen ermittelt und nach Anzahl der eingereichten Meldungen gereiht. In die Wertung wurden nur neu gefundene Nistplätze aufgenommen. Folgende Preise gab es für Schulklassen zu gewinnen:
1. Preis: 1.000,- Euro
2. Preis: 750,- Euro
3. Preis: 500,- Euro

Die Meldungen wurden strichprobenartig verifiziert. Bei Falschmeldungen erfolgte eine Disqualifizierung, die Daten wurden nicht in die Analysen miteinbezogen.

Preisträgerinnen & Preisträger:
1. Preis mit 1.000,- Euro: 7B des Wiedner Gymnasiums / der Sir Karl Popper Schule (Wien)
2. Preis mit 750,- Euro: 6C des BRG Billrothstraße (Wien)
3. Preis mit 500,- Euro: 1 Hf der HBLVA Rosensteingasse (Wien)

 

Beteiligte und unterstützende Einrichtungen

Kontakt

DI Ferdinand Schmeller, Wiener Umweltschutzabteilung MA 22
ferdinand.schmeller@wien.gv.at

Projektwebseite: www.mauersegler.wien.at

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