IsoPROTECT Austria

Ziel des Projekts ist die Erstellung einer Boden- und Wasserisotopenlandkarte Österreichs, mit der die Herkunft regionaler Lebensmittel überprüft werden kann.

Nahrungsmittel, Herkunft, Boden

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Naturwissenschaften
Ort: Österreich
Arbeitsweise: ohne PC/Handy, mit PC/Handy
Ausstattung für Citizen Scientists: Computer mit Internet oder Smartphone; Basisausrüstung für Probenahme (z.B. Behälter), -vorbereitung (z.B. Siebe) und einfache bodenchemische Analysen (z.B. pH-Wert Messung) wird zur Verfügung gestellt
Tätigkeiten der Citizen Scientists: beobachten, messen, analysieren, sonstiges
Zielgruppe: Jugendliche und Erwachsene
Projektlaufzeit: 01.07.2016 - 31.12.2017
Zeitraum zum Mitforschen: 01.09.2016 - 31.12.2017
Zeitaufwand zum Mitforschen: 5 Min. für Online-Anmeldung; 1-3 Mal ca. 3 h für Probenaufbereitung und Messung bzw. chemische Methodenentwicklung und Verschicken der Proben nach Tulln

Projektziel

Das Citizen Science-Projekt "IsoPROTECT: Schutz regionaler Nahrungsmittelproduktion in Österreich durch Isotopen- und Multielementfingerabdrücke" stellt eine Erweiterung des Sparkling Science-Projekts "CSI: TRACE your FOOD!" dar. Das vorrangige Ziel des Projekts ist die systematische Erweiterung des Datensatzes zur Erstellung einer Isotopenlandkarte Österreichs, die dem Herkunftsnachweis heimischer regional produzierter pflanzlicher Lebensmittel und Fischen dient. Um dieses Ziel zu erreichen, ist vor allem eine gute Abdeckung der wichtigsten Anbau- und Fischzuchtregionen in Österreich von Bedeutung. Zusätzlich wird das im Zuge des letzten Projekts entwickelte statistische Online-Zuweisungstool optimiert und auf der Webplattform für Citizen Scientists zur Verfügung gestellt.

Wie kann man mitforschen?

Produzenten von regionalen Lebensmitteln sammeln Boden- und Wasserproben und tragen die damit verbundenen Informationen (Koordinaten, Bodentyp, Lage, Bewirtschaftungspraxis, Fotos) in das ArcGIS Online-Tool ein und senden die Proben an die beteiligten Schulen. Dort werden wichtige Probenvorbereitungsschritte (Sieben von Böden und Filtrieren von Wasserproben) und die Bestimmung grundlegender chemischer Parameter (pH-Wert, Wasserhärte) von Schülerinnen und Schülern unter Begleitung der Lehrpersonen durchgeführt. Diese Daten werden ebenfalls in die ArcGIS Online-Umgebung eingetragen.

Die vorbereiteten Proben werden an das VIRIS Labor geschickt und dort mittels massenspektrometrischer Methoden auf die Element- und Isotopenzusammensetzung hin analysiert. Zusätzlich werden Citizen Scientists in die Entwicklung eines Schnelltests zur Bestimmung der Strontium(Sr)-Konzentration in Boden- und Wasserproben eingebunden. Dieses Schnellverfahren würde zu einer wesentlichen Vereinfachung der Probenvorbereitung im Labor für die weiterführende Sr-Isotopenanalyse beitragen.

Zur Optimierung des gewählten Citizen Science-Ansatzes wird ein Feedback von den beteiligten Citizen Scientists eingeholt bzw. neue Forschungsfragen und Qualitätskriterien entwickelt.

Was passiert mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Die gewonnenen Daten werden gemeinsam mit den Produzentinnen und Produzenten und Schulen diskutiert. Am Ende des Projekts werden die Ergebnisse öffentlich im Rahmen von "Science Dinners" präsentiert. Die Element- und Isotopendaten stehen nach Durchführung des Projekts auch für andere Fachdisziplinen online zur Verfügung. Für die Nachhaltigkeit des Netzwerks ist die Überführung des Projekts in einen nicht gewinnorientierten Verein "Freunde der regionalen Lebensmittelproduktion in Österreich" geplant. Die Bedeutung der Regionalität von Lebensmitteln wird dadurch von Citizen Scientists verbreitet und somit wird der Schutz der Regionalität auch von diesen getragen.

Beteiligte und unterstützende Einrichtungen

Kontakt

Prof. DI Dr. Thomas Prohaska
thomas.prohaska@boku.ac.at

DI Dr. Andreas Zitek
andreas.zitek@boku.ac.at

Projektwebseite: http://isoprotect.boku.ac.at/

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