Inside Trading Cultures

Wie funktioniert der globale Handel mit Buchrechten? Welche Rolle spielen dabei Messen? Bürgerinnen und Bürger werden Teil von ethnographischer Feldforschung auf der Frankfurter Buchmesse 2017.

Bücher, Literatur, Ethnographie

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Sozialwissenschaften
Ort: St. Pölten und Umgebung
Arbeitsweise: ohne PC/Handy, mit PC/Handy
Ausstattung für Citizen Scientists: Idealerweise PC/Notebook mit Schreibprogramm und Internetzugang
Tätigkeiten der Citizen Scientists: Idee einbringen, beobachten, sammeln, fotografieren, kartieren, analysieren
Zielgruppe: Jugendliche und Erwachsene
Projektlaufzeit: 01.11.2016 - 31.12.2018
Zeitraum zum Mitforschen: 01.03.2017 - 30.04.2018
Zeitaufwand zum Mitforschen: 6 Tage Feldforschungsaufenthalt Frankfurter Buchmesse; 2-3 Vorbereitungsworkshops Frühjahr 2017; 2 Analyse- und Schreibworkshops Herbst/Winter 2017/18; Zeit zum Lesen, Analysieren und Schreiben; Öffentliche Präsentation der Ergebnisse

Projektziel

Das Projekt untersucht mit ethnographischen Feldforschungsmethoden die Rolle und Bedeutung von jährlich stattfindenden internationalen Handelsmessen im globalen Buchmarkt. Die Frankfurter Buchmesse als größte Messe ihrer Art nimmt dabei eine besondere Stellung ein.

Das Ziel des Projekts ist, die Sichtweisen und Deutungen der beteiligten Forschenden um Perspektiven von Bürgerinnen und Bürgern, die an Literatur und dem Handel mit Büchern interessiert sind, zu erweitern. Die Einbindung von Personen mit unterschiedlichen Wissens- und Erfahrungshorizonten soll eine Vielfalt der Perspektiven in allen Phasen der ethnographischen Forschung (v. a. Beobachtung im Feld, Analyse, Schreibprozess) von Handelsmessen erreichen. Darüber hinaus wird den beteiligten Personen ein exklusiver Einblick in üblicherweise nicht zugängliche Bereiche des Alltags und der Kultur des internationalen Handels von Buchrechten und -lizenzen ermöglicht.

Das Projekt richtet sich besonders an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Buch- und Literaturbereich, wie etwa Buchhändlerinnen und -händler, Bibliothekarinnen und Bibliothekare sowie Lehrpersonen aus dem Großraum St. Pölten oder Personen, die besonders an Literatur, Büchern und der damit verbundenen Frage, wie internationale Mediensysteme funktionieren, interessiert sind. Zentraler Bestandteil des Projekts ist die Feldforschung auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2017 mit einem Team aus neun Citizen Scientists und drei Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der FH St. Pölten. Da die Anzahl der Plätze auf neun Personen beschränkt ist, wird es bei Überschreitung dieses Limits ein geeignetes und transparentes Auswahlverfahren geben. Die Vielfalt der Teilnehmenden (bzgl. Alter, Geschlecht, Herkunft, berufl. Hintergrund usw.) steht dabei im Mittelpunkt.

Zeitplan

  • 8.03.2017, 17 Uhr: Informationsveranstaltung an der FH St. Pölten
  • bis 31.03.2017: Bewerbungsphase für eine von neun Citizen Scientist-Positionen
  • Frühjahr 2017: Planungstreffen des Teams und zwei Workshops („Ethnographische Feldforschung“, „Medienwirtschaft & Buch“) an der FH St. Pölten
  • 11.-15.10.2017: Feldforschungsreise zur Frankfurter Buchmesse
  • Herbst 2017: Zwei Workshops („Analysestrategien“, „Ethnographisches Schreiben“) an der FH St. Pölten
  • bis 01.03.2018: Fertigstellung der individuellen Feldforschungsberichte
  • Frühjahr 2018: Workshop & Diskussion der Ergebnisse; gemeinsame Organisation einer öffentlichen Präsentation und Publikation der Ergebnisse

Das geplante zentrale Ergebnis des Projekts sind zwölf verschiedene ethnographische Beschreibungen (neun von den beteiligten Citizen Scientists und drei von den beteiligten Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern) des Handels und dessen Kultur mit Büchern, Lizenzen und Rechten auf der Frankfurter Buchmesse. Dies hat zur Folge, dass es zwölf unterschiedliche Autorinnen und Autoren gibt, die ihre jeweiligen Beschreibungen in ihrem Namen veröffentlichen. Für diesen Zweck werden geeignete gemeinsame Publikationsmöglichkeiten diskutiert.

In weiterer Folge werden die Texte in Beziehung zueinander gesetzt. Auf diese Weise werden einerseits die Sichtweisen der Sozialwissenschaftlerinnen -wisssenschaflter um die Perspektiven der Citizen Scientists erweitert und liefern andererseits wertvolle Beiträge zu der Frage, wie man die komplexe gesellschaftliche Wirklichkeit in einer passenden Art und Weise darstellen kann.

Beteiligte und unterstützende Einrichtungen

Kontakt

FH-Prof. Dr. Andreas Gebesmair
andreas.gebesmair@fhstp.ac.at

Dr. Christoph Musik, Bakk. MA
christoph.musik@fhstp.ac.at

Projektwebseite: https://mitforschen.fhstp.ac.at/

Teile diese Seite

Newsletter