Icon-E: Initial Concerns Extended

„Wissenschaft im Kindergarten“: Oft sind es die Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen, die erstmals Verdacht schöpfen, wenn ein Kind sich auffällig entwickelt – wie z. B. beim Fragilen X Syndrom.

Kinder, Entwicklung, Auffälligkeit

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Medizin und Gesundheit
Ort: Graz und Umgebung
Arbeitsweise: ohne PC/Handy, mit PC/Handy
Tätigkeiten der Citizen Scientists: beobachten, analysieren
Zielgruppe: Erwachsene
Projektlaufzeit: 01.09.2016 - 31.08.2020
Zeitraum zum Mitforschen: ab 01.01.2017
Zeitaufwand zum Mitforschen: 2 Sessions à 45-60 Minuten innerhalb einer Woche

Projektziel

Das Fragile X Syndrom (FXS) ist durch eine Fülle von neurologischen- und Verhaltensauffälligkeiten beschrieben, beispielsweise in den Bereichen soziale Interaktion, kommunikative Fähigkeiten oder Fein- und Grobmotorik. Beim FXS sind jedoch im Gegensatz zu vielen anderen genetischen Störungen kurz vor, während und nach der Geburt keine Symptome erkennbar. Die Auffälligkeiten erreichen oft erst im Vorschulalter ein Ausmaß, das zu weiterführenden Untersuchungen und einer genetischen Abklärung führt. Das durchschnittliche Diagnosealter liegt derzeit immer noch bei etwa drei Jahren.

Mit dem FWF-Basisprojekt „Der frühe Phänotyp beim Fragilen X Syndrom: Ein interdisziplinärer Zugang“ als Grundlage dieses Citizen Science-Projekts wird versucht, das frühe Erscheinungsbild bei FXS besser zu charakterisieren und frühe untypische Zeichen bei Kindern mit FXS während der ersten beiden Lebensjahre festzustellen. Das Citizen Science-Projekt zielt darauf ab, die frühkindliche Entwicklung als Citizen Science-Projekt zu beschreiben und herauszufinden, ob Kindergarten- und Kinderkrippenpädagoginnen und -pädagogen, als Personen die tagtäglich mit den Kindern zu tun haben, frühe Auffälligkeiten bei Kindern mit Entwicklungsstörungen erkennen können.

Wie kann man mitforschen?

Das Projekt lädt Interessierte ein, Videoclips von Kindern anzusehen und mithilfe eines zur Verfügung gestellten Fragebogens zu analysieren: Verhält sich das Kind beispielsweise auffällig im Sozialkontakt? Wirkt das Kind ungewöhnlich unaufmerksam? Reagiert das Kind, wenn man es ruft? Weist es ein ungewöhnliches Spielverhalten auf? Kann das Kind feinmotorische Aufgaben, wie zum Beispiel das Öffnen einer Schachtel, bewältigen?

Was passiert mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Die Erfahrung in der Arbeit mit Kindern hilft dabei, mögliche Anzeichen des FXS in den ersten beiden Lebensjahren zu erkennen und noch besser beschreiben zu können. Dies könnte dazu beitragen, dass genetische Untersuchungen früher veranlasst, Diagnosen früher gestellt und Therapien früher eingeleitet werden können.

Beteiligte und unterstützende Einrichtungen

Kontakt

Mag.a Iris Tomantschger
iris.tomantschger@medunigraz.at

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