Die Igel sind los!

Im Projekt "Die Igel sind los! Punks in unseren Gärten" werden österreichweit Interessierte gesucht, die das Igelvorkommen im eigenen Garten erforschen.

Igel, Gärten, Tierspuren

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Naturwissenschaften
Ort: Österreich / angrenzende Länder
Arbeitsweise: ohne PC/Handy, mit PC/Handy
Ausstattung für Citizen Scientists: Kamera oder Smartphone; Computer mit Internet; Platten zum Bau der Igeltunnel (können von der BOKU ausgeliehen werden); Farbpulver; Katzenfeuchtfutter

Tätigkeiten der Citizen Scientists: beobachten, analysieren, sonstiges
Zielgruppe: Jugendliche und Erwachsene
Projektlaufzeit: 01.12.2014 - 30.09.2016
Zeitraum zum Mitforschen: 01.04.2016 - 30.09.2016
Zeitaufwand zum Mitforschen: Anmelden und Fragebogen ausfüllen ca. 15 Min.; Igeltunnel im Garten: An fünf Tagen hintereinander ca. 30 Min. (erst ab ca. Anfang April möglich, da Igel einen Winterschlaf halten); Abschließendes Ausfüllen eines Online-Formulars ca. 5 Min.

Projektziel

Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde untersucht, welche Faktoren bei der Gartenbewirtschaftung, der Strukturausstattung der Gärten und der Umgebungsstruktur dafür verantwortlich sind, dass sich Igel in Gärten aufhalten oder fehlen. Zusätzlich sollte eine erste österreichweite Basiserhebung als Grundlage für zukünftige Erhebungen des Igelvorkommens in Österreich dienen.

Wie konnte man mitforschen?

Jede/r mit Zugang zu einem Garten konnte durch das Aufstellen eines einfachen Igeltunnels im Garten dem Igel wortwörtlich auf die Spur kommen. Der Igeltunnel stellt eine geniale, einfache und spannende Methode dar, um nachtaktive Tiere nachzuweisen. Im Inneren des Igeltunnels befand sich eine Schüssel mit Futter, welche zwischen zwei Farbflächen (bestrichen mit ungiftiger Farbe) platziert war. Angelockt durch das Futter lief der Igel über diese Farbflächen und hinterließ seine Fußspuren auf einem Blatt Papier.

Die detaillierte Bastelanleitung ist auf der Projekthomepage verfügbar. Auf dieser Seite waren alle Citizen Scientists aufgerufen, ihre Beobachtungen in einem Erhebungsformular einzutragen und das Blatt mit den Fußabdrücken bzw. Fotos von direkten Sichtungen hochzuladen. Zusätzlich wurde mit einem kurzen Fragebogen erfasst, wie die Gärten bewirtschaftet wurden und wie sich die Igelzahlen aus Sicht der Teilnehmer/innen in den letzten Jahren in Österreich entwickelt haben.

Was passierte mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Durch den Beitrag der Citizen Scientists wurden erstmals österreichweite Verbreitungsdaten über den Igel in heimischen Gärten gesammelt. Diese Ergebnisse leisteten einen Beitrag, Empfehlungen für die igelfreundliche Gartenbewirtschaftung zu entwickeln. Weiters dienten diese Daten als Basis für die künftige Beurteilung, ob Igel in Österreich gefährdet sind oder ob sie in gewissen Regionen häufiger oder seltener vorkommen.

Preise und wie Gewinner/innen ermittelt wurden

Es wurde jeweils ein Preis für eine Schulklasse, eine Jugendgruppe und eine Einzelperson für die meisten „Igel-Punkte“ - gewertet wurden alle validen Beiträge von April bis September - in unterschiedlichen Gärten vergeben. Die beste Schulklasse erhielt 1.000,- Euro für die Klassenkassa. Die engagierteste Einzelperson und Jugendgruppe unterstützten mit ihren Preisen die Forschung. Weitere Informationen befinden sich auf der Projektwebseite.

Beteiligte und unterstützende Einrichtungen

Kontakt

Dr. Silvia Winter
igelimgarten@boku.ac.at

DI Kristina Plenk
igelimgarten@boku.ac.at

Projektwebseite: http://igelimgarten.boku.ac.at

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