Gemeinsam Fahren Wir Besser (GeFaBe)

Wie funktionieren moderne Fahrassistenzsysteme im Auto? Was muss im Fahrunterricht der Zukunft zu diesen Systemen gelehrt werden?

Auto, Fahrunterricht, Fahrassistenzsysteme

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Technik und Informatik
Ort: ortsunabhängig
Arbeitsweise: mit PC/Handy
Ausstattung für Citizen Scientists: Smartphone oder Tablet mit Internetzugang
Tätigkeiten der Citizen Scientists: Idee einbringen, beobachten, fotografieren, analysieren, sonstiges
Zielgruppe: Erwachsene
Projektlaufzeit: 01.11.2017 - 30.04.2019
Zeitraum zum Mitforschen: 01.01.2018 - 30.06.2018
Zeitaufwand zum Mitforschen: Einschulungs-Webinare 2 h; Einträge via Mobile Tool nach freier Einteilung pro Eintrag ca. 5 Min.; Szenarioerstellung 1,5 h; Mitgestaltung Unterrichtsmaterialien 3 Iterationen zu je 2-5 Stunden

Projektziel

Fahrassistenzsysteme (wie z. B. Tempomat, Abstandsregeltempomat, Spurhalteassistent, Spurwechselassistent, Einparkautomatik etc.) finden immer breitere Anwendung in modernen Fahrzeugen und sollen Autofahrerinnen und Autofahrer bei der Ausführung von Fahraufgaben unterstützen. Dabei nimmt mit zunehmender Automatisierung sowohl der Umfang wie auch die Komplexität solcher Systeme zu. Damit die intendierte unterstützende Funktion auch eine solche bleibt und nicht zum Hindernis für die Fahrerin oder den Fahrer wird, bedarf es entsprechender Kenntnis über den Umgang mit solchen Systemen, besonders angesichts des immer weiter voranschreitenden Trends zur immer stärkeren Automatisierung des Fahrzeugs.

Umso bedenklicher ist es, dass Fahrunterricht heute immer noch rein manuelles Fahren umfasst und der Umgang mit Fahrassistenzsystemen nicht Teil eines standardisierten Lehrplanes mit entsprechend verfügbaren Materialien ist. GeFaBe hat es sich zum Ziel gesetzt, dieses sicherheitskritische Defizit zu adressieren und dabei jene direkt zu involvieren, die am stärksten davon betroffen sind: die Autofahrerinnen und Autofahrer selbst.

Im Rahmen von GeFaBe werden mitwirkende Citizen Scientists ihre Erlebnisse mit aktuellen Fahrassistenzsystemen dokumentieren und über diese reflektieren. Unter wissenschaftlicher Anleitung werden Verkehrs- und Interaktionsszenarien ausgearbeitet, die die Grundlage für die erste auf Fahrassistenzsysteme fokussierte Verkehrsunterrichtseinheit in Österreich bilden.

Wie kann man mitforschen?

Das Projekt GeFaBe richtet sich an alle Autofahrerinnen und Autofahrer Österreichs - vom Führerscheinneuling bis hin zur langjährigen Fahrerin bzw. Fahrer. Die Citizen Scientists können in zwei Phasen des Projekts mitwirken:

In der Explorationsphase geht es darum, mittels einer mobilen App (über Tablet oder Smartphone) Interaktionen und Erfahrungen mit Fahrassistenzsystemen im Fahrzeug festzuhalten, zu beschreiben, sowie gegebenenfalls darüber zu reflektieren. Diese bilden die Basis für die Analysephase, in welcher die gesammelten Eindrücke zu Szenarien aufgearbeitet und schließlich zu Lehrinhalten aufbereitet werden.

In beiden Phasen werden Webinare für die Citizen Scientists zur Verfügung gestellt, welche die grundlegenden Methoden bzw. Vorgehensweisen für die jeweilige Phase verständlich machen.

Was passiert mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Die Beiträge werden zu einer ersten auf Fahrassistenzsysteme fokussierten Verkehrsunterrichtseinheit ausgearbeitet. Die Lehrmaterialien werden über die Projektwebseite öffentlich verfügbar sein. Fahrschulen im Raum Salzburg werden mittels direkter Kontaktaufnahme von der Verfügbarkeit der Materialien in Kenntnis gesetzt sowie eingeladen, an der Abschlussveranstaltung teilzunehmen und Fahrassistenzsystem-spezifische Inhalte in das Lehrprogramm mitaufzunehmen.

Beteiligte und unterstützende Einrichtungen

Kontakt

Ass. Prof. Dr. Alexander Meschtscherjakov
Center for Human-Computer Interaction, Universität Salzburg
alexander.meschtscherjakov@sbg.ac.at
hci.sbg.ac.at

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