Food History @ exploreAT!

Schülerinnen und Schüler erfragten, fotografierten und dokumentierten Alltagsgeschichte(n) zur Esskultur 

Essen, Geschichte, Esskultur

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Kunst und Kultur
Ort: österreichweit
Arbeitsweise: mit PC/Handy
Ausstattung für Citizen Scientists: Computer mit Internetzugang und/oder Kamera und/oder Smartphone und/oder Scanner
Tätigkeiten der Citizen Scientists: beobachten, sammeln, kartieren, analysieren, spielen
Zielgruppe: Jugendliche
Projektlaufzeit: 01.04.2019 - 05.07.2019
Zeitraum zum Mitforschen: 01.04.2019 - 05.07.2019
Zeitaufwand zum Mitforschen: Fragen stellen, fotografieren, schriftlich festhalten: 30 Minuten; digitalisieren, hochladen, beschlagworten: pro Bild 10 Minuten; Diskussion der Ergebnisse und Abschlussbesprechung in der Klasse: jeweils 1 Schulstunde

Projektziel

Wir alle sind täglich mit Essen konfrontiert, und das mehrmals am Tag. Das Thema bot daher für Jugendliche einen leichten Einstieg, um selbst Geschichte zu erfahren. Wenn Großeltern handgeschriebene Rezepte ausgraben, Eltern von der Jause aus der eigenen Schulzeit erzählen oder Bilder von alten Küchengeräten gemacht werden, erfahren Schülerinnen und Schüler wie nahe „Geschichte“ ist. Anhand von Vergleichen aus dem Familien- und Bekanntenkreis wurde im Projekt sichtbar, wie sich in wenigen Jahren Produkte, deren Herstellungs- und Zubereitungsmethoden und das Essverhalten verändert haben.

Eine Forschungsgruppe am Austrian Centre for Digital Humanities, das an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften angesiedelt ist, untersucht in einem mehrjährigen Projekt mithilfe einer historischen sprachwissenschaftlichen Datensammlung kulturellen Bezüge in einem internationalen Zusammenhang. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema Essen und Trinken. Hier flossen auch die Beiträge, die von Schulklassen in der Food History-Topothek gesammelt und beschlagwortet werden, ein.

Wie konnte man mitforschen?

Durch Nachfragen bei Eltern und Großeltern nach alten Rezepten, Koch- und Essgewohnheiten oder zur Nahrungsmittelbeschaffung und -aufbewahrung sammelten Schülerinnen und Schüler historische Quellen zur Food History. Die historischen Quellen konnten vielseitig sein. Dazu zählten etwa verschriftlichte Interviews mit Familienmitgliedern oder Bekannten, Fotografien von alten Küchengeräten, Scans eines alten handgeschriebenen Rezepts oder auch digitalisierte Speisekarten von Gasthäusern. Diese wurden in einem thematischen Onlinearchiv, der Food History-Topothek, hochgeladen, beschlagwortet und anschließend im Unterricht besprochen. Auch bereits vorhandene historische Quellen in bestehenden Topotheken konnten beschlagwortet werden.  Zusätzlich konnten die Schülerinnen und Schüler einen Fragebogen (Download auf der Projektwebseite) zur Forschungsarbeit mit der Food History-Topothek ausfüllen, das brachte Zusatzpunkte für den Citizen Science Award 2019.   

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der ÖAW boten auch Spezialworkshops zu gemeinsam entwickelten Themenbereichen an, in denen die Forschungsresultate der Schulklassen analysiert und im wissenschaftlichen Kontext betrachtet wurden. Für die die Teilnahme an den Workshops gab es ebenso Zusatzpunkte. 

Was passierte mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Alle Beiträge wurden in der Food History-Topothek veröffentlicht und sind weiter frei zugänglich. Zudem flossen die Beobachtungen in die Analyse kultureller Bezüge des Essens in einem internationalen Zusammenhang durch die Forschergruppe der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ein. 

Preise

Ermittlung der Gewinnerinnen und Gewinner
Eine Jury, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus dem Schulbereich, aus Archiven und der ÖAW zusammensetzt, bewertet die Beiträge der Schulklassen nach verschiedenen Kriterien, wie z.B. Quantität der Bilder und Beschreibungen, Beantwortung des Zusatzfragebogens, Originalität, Verwendbarkeit für weitere Forschung, Teilnahme an einem der Spezialworkshops der ÖAW etc. Die drei best bewerteten Schulklassen gewinnen.  Die Gewinnerinnen und Gewinner werden bei der Festveranstaltung am 19. November 2019 bekannt gegeben. 

Preise 
Geldpreise für drei Schulklassen: 
1. Platz: 1.000,- Euro
2. Platz: 750,- Euro
3. Platz: 500,- Euro

Beteiligte und unterstützende Einrichtungen

Kontakt

Alexander Schatek, ICARUS
as@topothek.at

Eveline Wandl-Vogt, ÖAW
eveline.wandl-vogt@oeaw.ac.at

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