Faszinierende Vielfalt Hummeln

Hummeln sind als Bestäuber von Obstkulturen von besonderer Bedeutung. Wo sind aber welche Hummelarten in Österreich verbreitet? Um die Hummeln zu schützen, braucht es ausreichend Daten zu ihrer Verbreitung.

Hummeln, Artenvielfalt, beobachten

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Naturwissenschaften
Ort: Österreich
Arbeitsweise: ohne PC/Handy, mit PC/Handy
Ausstattung für Citizen Scientists: Smartphone oder Kamera; für Dateneingabe Tablet oder Computer mit Internet; optional: Notizblock und Bestimmungsliteratur
Tätigkeiten der Citizen Scientists: beobachten, sammeln, fotografieren, kartieren
Zielgruppe: Jugendliche und Erwachsene
Projektlaufzeit: 01.01.2018 - 31.12.2018
Zeitraum zum Mitforschen: 01.05.2018 - 30.06.2018
Zeitaufwand zum Mitforschen: Beobachtung im Freiland, im Garten oder bei einer Wanderung; Melden auf naturbeobachtung.at; pro Meldung ca. 5 min

Projektziel

Ist ein Leben ohne Apfel vorstellbar? Oder die Steiermark ohne Kürbiskernöl? Wenn der Verlust der Artenvielfalt weiterhin so dramatisch voranschreitet, könnte diese Vorstellung Wirklichkeit werden. Hummeln spielen eine herausragende Rolle für die Bestäubung von mehreren hundert Pflanzenarten. Bedingt durch ihre Kältetoleranz sind vor allem im Gebirge viele Arten zu finden, deswegen sind Hummeln als Bestäuber von Obstkulturen speziell bei kühlen Temperaturen – wenn Honigbienen kaum ausfliegen – besonders wichtig. Der Naturschutzbund erforscht seit einigen Jahren unter Mithilfe von Citizen Scientists auf der Meldeplattform www.naturbeobachtung.at die Verbreitung der 42 aktuell in Österreich vorkommenden Hummelarten. Bei diesem Projekt konnten Bürgerinnen und Bürger ihre Beobachtungen und Fotografien auf www.naturbeobachtung.at/hummeln melden. Denn Daten über Hummeln gibt es  sehr wenig und nur wenn man weiß, wo sie überall noch vorkommen, kann man sie auch schützen!

Wie konnte man mitforschen?

Auf der Onlineplattform www.naturbeobachtung.at/hummeln konnten Beobachtungen gemeldet und Fotos der Hummeln hochgeladen werden. Im besten Fall wurde auch die Blütenpflanze mitfotografiert und bestimmt – dafür gab es Bonuspunkte.

Was passierte mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Alle Hummel-Meldungen wurden jährlich von österreichischen Hummelexpertinnen und -experten ausgewertet und in einem Bericht präsentiert. Die Daten werden außerdem für die Hummelforschung verwendet und fließen in wissenschaftliche Publikationen, aktuelle Verbreitungskarten und Hummelbücher ein.

Preise und wie wurden die Gewinnerinnen und Gewinner ermittelt?

Die Personen bzw. die Schulklasse mit den meisten Meldungen verschiedener Hummelarten gewann. Für die besten zwei Einzelpersonen gab es attraktive Sachpreise, die Schulklasse mit den meisten Meldungen bekam 1.000,- Euro für die Klassenkassa. Bonuspunkte gab es für jede Meldung, bei der die Blütenpflanze zusätzlich zur Hummel bestimmt und gemeldet wurde. Es zählten nur georeferenzierte, also auf der Karte verortete, Meldungen mit Foto.

Preisträgerinnen & Preisträger in der Kategorie Schulklasse:
1. Platz mit 1.000 Euro: 2A des Fritz-Strobl-Schulzentrums

Preisträgerinnen in der Kategorie Einzelpersonen:
Roswitha Stetschnig
Maria Zacherl

 

Beteiligte und unterstützende Einrichtungen

Kontakt

Naturschutzbund Österreich
naturbeobachtung@naturschutzbund.at

Projektwebseite: www.naturbeobachtung.at/hummeln

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