FarbVerrückt!

In "FarbVerrückt" wurde mit Interessierten die herbstliche Verfärbung des Laubes und der Laubfall in Österreich beobachtet und erforscht.

Herbst, Phänologie, Blattverfärbung

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Naturwissenschaften
Ort: Österreich
Arbeitsweise: mit PC/Handy
Ausstattung für Citizen Scientists: Smartphone mit Kamera und App
Tätigkeiten der Citizen Scientists: beobachten, fotografieren
Zielgruppe: Jugendliche und Erwachsene
Projektlaufzeit: 01.07.2015 - 30.11.2015
Zeitraum zum Mitforschen: 01.10.2015 - 31.10.2015

Projektziel

Die Jahresmitteltemperatur stieg im Alpenraum während der letzten 100 Jahre um etwa 1.8° C an, etwa mit der doppelten Geschwindigkeit als im weltweiten Mittel. Die Wirkung dieses Temperaturanstiegs auf den Jahreszyklus von Pflanzen und Tieren ist tatsächlich merkbar. So zieht der Frühling mit der ersten Blüte oder dem Beginn des Laubaustriebs um etwa 7 bis 10 Tage früher ins Land als noch vor 30 Jahren und der Beginn der Herbstverfärbung des Laubes hat sich in manchen Regionen um einige Tage nach hinten verschoben. Dadurch ist es insgesamt zu einer Verlängerung der Vegetationsperiode um bis zu zwei Wochen gekommen. Neben den Temperaturverhältnissen während der Vegetationsperiode und der Photoperiode (abnehmende Tageslänge) wird auch der Niederschlag als Einflussfaktor für den Beginn der Herbstphasen vermutet. Um diese Zusammenhänge besser zu verstehen, braucht es möglichst viele Beobachtungen an Sträuchern und Bäumen – vom Neusiedler See bis zu den Berggipfeln Vorarlbergs.

Wie konnte man mitforschen

Mit Ende November sind alle Herbstphasen eingetreten. Eine weitere Beteiligung an FarbVerrückt ist damit nicht mehr möglich. Die Teilnahme mit der Meldung von Beobachtungen der Laubverfärbung und des Blattfalls erfolgte über eine eigene Smartphone-App (Android und IOS), die im Playstore kostenlos heruntergeladen werden konnte. Hinweise zum Gebrauch wurden mit der App geliefert oder konnten auf der FarbVerrückt-Website nachgelesen werden. Interessierte können jederzeit beim PhenoWatch Programm der ZAMG, das sich nicht auf die Herbstphasen beschränkt, teilnehmen.

Was passierte mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Auch nach Ende der herbstlichen Beobachtungsperiode sind die Ergebnisse auf der App und im Web anzusehen. Die eingehenden Beobachtungen wurden gesammelt und auf der Internetseite grafisch aufbereitet. Auf einer Österreichkarte können nun einzelne beobachtete Gehölzarten mit gewünschten Phasen dargestellt werden. Damit ergibt sich ein anschauliches Bild des zeitlichen und farblichen Verlaufs der Herbstphasen. Die Meldungen unterstützen die Forschenden der ZAMG bei der Erforschung der Ursachen der Verschiebung der Eintrittszeitpunkte der Laubverfärbung und des Laubfalles. Durch Einspielung der Beobachtungen in die internationale phänologische Datenbank können sie weltweit nutzbar gemacht werden.

Beteiligte und unterstützende Einrichtungen

Kontakt

Teile diese Seite

Newsletter