Expert/innenpanel

Expert/innenpanel

Ein Expert/innenpanel – bestehend aus einem Vorsitzenden und 14 Expert/innen aus dem Bereich Citizen Science – unterstützt die Projektauswahl.

Vorsitz

> Prof. Dr. habil. Josef Settele (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ, Deutschland)

Josef Settele ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ (Department Biozönoseforschung). Er ist Initiator des deutschen "Tagfaltermonitorings" und Mitbegründer des "Butterfly Conservation Europe", dessen Vorsitzender er von 2010-2013 war. Josef Settele koordinierte das Citizen Science-Projekt "Finde den Wiesenknopf". In den folgenden von ihm koordinierten Projekten ist bzw. war Citizen Science ein zentraler Aspekt: MacMan, CLIMIT, LEGATO, STACCATO.

Mitglieder des Expert/innenpanels

> Prof. Dr. François Bry (Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland)

François Bry ist Professor für Programmierungs- und Modellierungssprachen am Informatikinstitut an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Er ist verantwortlich für die Entwicklung von zwei Citizen Science-Plattformen: "ARTIGO" ist eine Spielplattform, die automatisch eine Suchmaschine für Kunstwerke aus Beiträgen der Mitspielenden generiert. Die zweite Plattform – www.metropolitalia.org – dokumentiert die Variationen der italienischen Sprache.

> Dr. Martina Franzen (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Deutschland)

Martina Franzen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und verantwortlich für den Forschungsbereich Digitalisierung in der Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik. Ihre Forschungs- und Lehrgebiete umfassen Wissenschaftsforschung, Medienforschung und Evaluationsforschung. Ihr thematischer Schwerpunkt liegt aktuell auf den multiplen Facetten von Open Science – insbesondere Citizen Science –, um einerseits einen analytischen Rahmen und andererseits ein kritisches Verständnis bezüglich der Veränderungen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Policy und ihren Auswirkungen auf die wissenschaftliche Wissensproduktion zu entwickeln. Martina Franzen ist Mitglied des neugegründeten Leibniz-Netzwerks „Citizen Science“.

> Susanne Hecker (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ, Deutschland)

Susanne Hecker arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung. Ihre Kernkompetenzen liegen im Bereich Citizen Science und Wissenschaftskommunikation. Sie forscht zu Fragen des Einflusses von Citizen Science an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik und der Rolle von Kommunikation in partizipativen Forschungsprojekten. Sie ist Gründungsmitglied der European Citizen Science Association, Mitglied der Citizen Science Association (USA) und der Australian Citizen Science Association. 2016 organisierte sie die erste internationale ECSA Konferenz in Berlin mit über 380 Teilnehmenden aus 30 Ländern. Als ausgebildete Wissenschaftskommunikatorin macht sie gerade ihr Doktorat in Citizen Science-Kommunikation. Sie ist Co-Autorin der Publikation "Grünbuch: Citizen Science-Strategie 2020 für Deutschland".

> Ass. Prof. Dick Kasperowski (Universität Göteburg, Schweden)

Dick Kasperowski ist Assistenzprofessor für Wissenschaftstheorie an der Universität Göteburg. Seine Forschungsinteressen beinhalten Citizen Science, partizipative Praktiken, Governance von Wissenschaft und offene kollaborative Projekte in der Forschungsarbeit. Der analytische Fokus seiner Arbeit liegt darauf, wie neue Technologien Beziehungen zwischen Akteur/innen mit unterschiedlichen Erfahrungen formen; wie politische und wissenschaftliche Darstellungen zueinander stehen und wie (scientific) citizenship mit Forschungspolicy und wissenschaftlichen Praktiken verbunden ist. Seit Juli 2014 ist er Projektleiter des multidisziplinären Projekts "Taking science to the crowd: Researchers, programmers and volunteer contributors transforming science online".

> Ass. Prof. Steven A. Loiselle (Earthwatch Institute Oxford, Großbritannien | Universität Siena, Italien)

Steven Loiselle ist außerordentlicher Professor an der Universität Siena und leitender Wissenschaftler von "FreshWater Watch", einem großen globalen Citizen Science-Programm, in dem über 6.000 Citizen Scientists in 33 Städten auf fünf Kontinenten ein Training erhalten haben. Das FreshWater Watch-Programm bringt führende Wissenschaftler/innen der Hydrologie zusammen, um die Auswirkungen der Urbanisierung und Landnutzung auf Ökosystemdynamiken und Wasserqualität zu untersuchen. Steven Loiselle publizierte bereits vielfach Artikel über die Auswirkungen von Umweltveränderungen auf die aquatischen Ökosysteme und die Rolle von Citizen Scientists, welche dazu beitragen, Forschungs- und Monitoringprioritäten zu adressieren.

> Dr. Dana Mahr (Universität Genf, Schweiz)

Dana Mahr arbeitet als Wissenschaftlerin in der ERC/SNF Forschungsgruppe "Rethinking Public Participation and Science" an der Universität Genf. Sie erforscht die Soziologie und Geschichte der Partizipation in der Wissenschaft, Technologie und Medizin aus unterschiedlichen Perspektiven. 2014 publizierte sie ihre Doktorarbeit zu "Citizen Science: Participatory Knowledge Production in the late 19th and early 20th Century". Zusätzlich untersucht sie die Geschichte und Soziologie der Wissens-Co-Produktion von Patient/innen, Familien, Expert/innen aus dem medizinischen Bereich und Wissenschaftler/innen im Rahmen von aufkommenden biomedizinischen Praktiken wie DNA-Sequenzierungen. In Genf arbeitet sie daran "longue durée"-Beziehungen zwischen sozialen Bewegungen und partizipativer Gesundheitsforschung zu entdecken. Außerdem ist sie Vertreterin der Schweiz im Management-Komitee der COST Action "Citizen Science".

> Dr. Michael Pocock (Centre for Ecology & Hydrology, Großbritannien)

Michael Pocock ist Ökologe am Centre for Ecology & Hydrology (CEH), wo er am Biological Records Centre arbeitet. Dieses hat eine 50-jährige Geschichte in der Unterstützung von Freiwilligen, die Citizen Science-Beobachtungen machen. Michael Pocock war Co-Leiter des Vorzeigeprojekts "Conker Tree Science" und der damit verbundenen "LeafWatch"-App, bei dem über 8.000 Menschen teilnahmen und des Projekts "Big Bumblebee Discovery" bei dem 12.000 Schüler/innen mitarbeiteten. Er publizierte mehrere Citizen Science-Berichte u. a. "Guide to Citizen Science", "Understanding Citizen Science" und "Choosing and Using Citizen Science" und berät, wie Citizen Science für Umweltmonitoring und Ökologieforschung entwickelt werden sollte. Derzeit arbeitet er an Projekten für Kosten-Nutzen-Evaluierungen von Citizen Science (UKEOF) und daran, wie Citizen Science für die frühe Erkennung von Pflanzenschädlingen genutzt werden kann (Defra & BBSRC). Er ist Co-Vorsitzender der Citizen Science-Gruppe der British Ecological Society.

> Ass. Prof. Dr. Marisa Ponti (Universität Göteburg, Schweden)

Marisa Ponti ist Assistenz-Professorin am Department für Angewandte Informationstechnologie an der Universität Göteburg. Sie forscht zur Verwendung von Technologien, um neue Formen wissenschaftlicher Aktivitäten, die Amateure involvieren, zu verbessern. Sie ist auch daran interessiert Ansätze zu entwickeln, um die Öffentlichkeit in kollaborative Wissensproduktion einzubeziehen. Derzeit ist sie Co-Leiterin des Projekts "Taking science to the crowd: Researchers, programmers, and volunteer contributions transforming science online". Sie ist Mitglied des Management-Beirates des COST Action-Projekts "Citizen Science to promote creativity, scientific literacy, and innovation throughout Europe".

> Prof. Dr. Jörg Scheidt (Hochschule Hof, Deutschland)

Jörg Scheidt ist Programmleiter der Wirtschaftsinformatik und akademischer Berater für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Hof. Sein Forschungsinteresse ist die Analyse von Textdaten von Web 2.0 Plattformen, z. B. Opinion Mining für die deutsche Sprache (www.opinion-mining.org) und Themenerkennung in Tweets (www.politwi.de und us.politwi.de). Seit 2011 leitet er das Citizen Science-Projekt "Migräne Radar 2.0". An diesem Projekt, das u. a. die Fragen "Gibt es seine Korrelation zwischen Wetterveränderungen und Migräneanfällen?" oder "Ist die Anzahl der Migräne-Vorfälle höher an bestimmten Tagen?" untersucht, nahmen bereits über 3.000 Citizen Scientists teil. Eine seiner Publikationen über Citizen Science erschien im International Journal on Meteorology mit dem Titel "Influence of temperature changes on migraine occurrence in Germany".

> Fermín Serrano (Ibercivis Foundation; Universität Zaragoza, Spanien)

Fermín Serrano ist Geschäftsführer der Ibercivis Foundation und Koordinator der Citizen Science-Forschungsgruppe des "Institute for Biocomputation and Complex Systems" an der Universität Zaragoza. Seit 2006 hat er über 40 partizipative Experimente koordiniert und über 40.000 Freiwillige erreicht u. a. mit dem Projekt "Socientize", aus dem das "White Paper on Citizen Science for Europe" entstand, das einen wichtigen Beitrag für die Anerkennung und strategische Umsetzung von Citizen Science leistet. "Socientize" wurde zu einem Fokus und Beispiel für Citizen Science in und außerhalb von Europa. Fermin Serrano ist ein anerkannter Experte im Bereich Citizen Science und Wissenschaft-Gesellschaft-Interaktionen sowie der Verbindung von Kreativität und Kunst mit Technologie. Derzeit kollaboriert er mit der Europäischen Kommission, Ars Electronica, der Foundation Cotec und der Zaragoza City of Knowledge Foundation, wo er Aktivitäten für das European Digital Art and Science Network kuriert.

> Dr. Andrea Sforzi (Museum für Naturgeschichte Maremma, Italien)

Andrea Sforzi ist Direktor des Museums für Naturgeschichte in Maremma (Toskana, Italien). Seit 2011 entwickelt er ein Citizen Science-Projekt in Zusammenarbeit mit dem Projekt OPAL (GB) sowie die Meldeplattform www.naturaesocialmapping.it. Seither werden Bioblitze, Toolkits, Umfragen, Kurse und andere Aktivitäten in regelmäßigen Abständen organisiert. Andrea Sforzi ist einer der Mitbegründer der European Citizen Science Association (ECSA) und seit 2013 im Board of Directors tätig. Er ist einer von zwei Vertretern für Italien im Managementkomitee des COST-Projekts "Citizen Science to promote creativity, scientific literacy, and innovation throughout Europe". Außerdem ist er Teil der informellen Citizen Science-Arbeitsgruppe: Citizen Science Italien (CSI). 2016 wurde er für den Beirat des Projekts OPAL nominiert.

> Prof. Dr. Klaus Tochtermann (ZBW-Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)

Prof. Dr. Klaus Tochtermann ist seit 2010 Direktor der ZBW - Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften -Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und Universitätsprofessor für Digitale Informationsinfrastrukturen an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er engagiert sich in unterschiedlichen nationalen sowie internationalen Räten, z. B. im deutschen Citizen Science-Bausteinprogramm GEWISS, im ITA-Beraterkreis des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Themenfeld „Partizipation in Forschung und Innovation" und ist zudem Mitglied der High-Level Expert Group „European Open Science Cloud" bei der Europäischen Kommission. Seine Arbeitsschwerpunkte reichen von Wissensmanagement und Wissensvermittlung sowie Web 2.0 bis hin zu semantischen Technologien und Science 2.0. Einer seiner Vorträge 2013 trug den Titel „Science 2.0 und Citizen Science in Bibliotheken - Ein neues Arbeitsfeld erfordert neue Kompetenzen!“.

> Ass. Prof. Jérôme Waldispühl (McGill Universität Montreal, Kanada)

Jérôme Waldispühl ist Assistenz-Professor für Informatik an der McGill Universität in Montreal. Er forscht im Bereich "computational molecular biology" und entwickelt "algorithm computational systems" für die Analyse genomischer Daten. Jérôme Waldispühl ist Pionier von Crowdsourcing und Citizen Science in "computational genomics". Er ist der Entwickler von "Phylo", einem Citizen Science-Spiel, das die Analyse von Erbgut diverser Arten unterstützen soll. Seit 2010 wurde dieses Spiel von 300.000 Usern aus 193 Ländern genutzt. Jérôme Waldispühl ist mit "Open-Phylo" Verfechter von gänzlich offenen Citizen Science-Plattformen. Kürzlich veröffentlichte er ein neues Wissenschaftsspiel "Ribo", um zur Analyse von RNA-Sequenzen beizutragen.

> Prof. Dr. Oliver Zielinski (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Deutschland)

Prof. Dr. Oliver Zielinski ist stellvertretender Direktor des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg und Leiter der Arbeitsgruppe "Marine Sensorsysteme". Von 2012 bis 2015 war er am internationalen Citizen Science-Projekt "Citclops – Citizens' observatory for coast and ocean optical monitoring" beteiligt. Citclops war eines von fünf EU-Citizens' Observatories, dessen Ziel es war, kostengünstige Sensoren und Smartphone-Apps zu entwickeln, die von Bürgerinnen und Bürgern zur Analyse der Meereswasserqualität genutzt werden können. Seit August 2016 werden diese Arbeiten im Vorhaben "Coastal Ocean Darkening" fortgesetzt, das von der Niedersächsischen Initiative "Vorab" gefördert wird. Außerdem ist Prof. Zielinski Mitglied der Arbeitsgruppe Citizen Science des European Marine Boards.

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